| Nationalpark
Vorpommersche Boddenlandschaft Ostsee Hansestadt Stralsund |
Ferienhäuser Wendisch Langendorf Boddenweg 3, 18445 Wendisch Langendorf Vermietung H. Daniels
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NaturparkZwischen der Halbinsel Darß-Zingst, der Insel Hiddensee und der Westküste der Insel Rügen liegt eine der wenigen noch weitgehend naturhaften Großlandschaften Mitteleuropas. Das Landschaftsbild
dieser Küstenregion ist das Ergebnis einer natürlichen Küstenentwicklung und der Tätigkeit der seit Jahrhunderten in dieser Region lebenden Menschen. Die Landschaft wurde maßgeblich durch
die letzte Eiszeit bestimmt.Beim Abtauen der riesigen Eismassen stieg der Wasserspiegel der Ostsee und erreichte vor 5 - 6000 Jahren das heutige Niveau. Dabei wurde Land überflutet und Höhenrücken blieben als Inseln zurück.
Seit dieser Zeit verändert das Meer in Verbindung mit Wind und Wellen die vorhandene Landschaft in einem stetigen Prozeß. Es wird Land abgetragen und an anderer Stelle wieder angelandet, was zu
einzigartigen Landschaften und Lebensräumen führt.Im Nationalpark gibt es umfangreiche Flachwassergebiete, die zahlreichen wirbellosen Tieren wie Würmern und Muscheln als Lebensraum dient. Sie sind Nahrungsquelle für eine nahezu unendlich
große Anzahl von Zugvögeln. Berühmt sind einige Flachwassergebiete als bedeutendste Kranichrastplätze Mitteleuropas.Ziel waldbaulicher Maßnahmen ist es, die vorhandenen Kunstforsten in naturnahen Wald zu
verwandeln. Große Flächen natürlichen Waldes sind in den Kernzonen des Nationalparks bereits
vorhanden und können sich durch Verzicht auf jegliche Nutzung weiterentwickeln.In den vermoorten Senken zwischen den Strandwällen und Dünenzügen bilden sich Erlenbruchwälder, die bevorzugte und Laichgebiete für Amphibien sind.
Eine weitere sehr bedeutende Landschaftsform im Nationalpark sind die
Röhrichtflächen, die sich als Saum um die gesamte Boddenküste entlangziehen.Unterbrochen wird das Röhricht an einigen Stellen von extensiv beweideten und periodisch
überfluteten Salzwiesen, z.B. der Insel Ummanz und Kirr. Das unzugängliche und zugleich
unentdeckte Röhricht dient als Lebensraum für sehr scheue Vogelarten wie den Rohrsänger und der
Rohrweihe. Rotschenkel, Brachvogel, Kampfläufer und andere Watvogelarten bevorzugen dagegen
die bunten Salzwiesen als letzte Rückzugsgebiete.
Hiddensee ist die größte Insel des Nationalparks und beherbergt mit der Dünenheide und den
Hutungen alte Kulturlandschaften einmaliger Schönheit, die als Insekten- und Pflanzenparadies auch
weiterhin einer regelmäßigen Pflege bedürfen. Die großen Neulandbildungen im Nordosten und
Süden Hiddensees, die durch abgetragene Sande, Kiese und Steine des Steilufers an der Nordspitze
"ernährt" werden, zählen zu den natürlichsten Gebieten und sind besonders geschützt.
Neben dem Naturschutz soll der Nationalpark auch zur Erholung und Freizeitgestaltung seiner
Besucher dienen. Ein Umfangreiches Wander- und Radwegenetz, Beobachtungsstände, die einen
herrlichen Ausblick in die Landschaft gewähren, ermöglichen eigenständige und vielfältige
Wanderungen im Nationalpark.Informationen - Ausstellungen - Projekte - geführte Wanderungen
Vom Nationalpark werden regelmäßig geführte Wanderungen angeboten
Infozentrum Wieck (Alte Schule) - "Nationalpark eine Insel"
Infozentrum Sundische Wiese - Ostzingst "Lebensräume"
Infozentrum Barhöft, Haus Nord - "Boddenlandschaft"
Natureum Darßer Ort - "Naturraum Darßer Ort" und "Leuchtturmgeschichte"In den einzelnen Infozentren liegt reichhaltiges Informationsmaterial aus. Die Ausstellungen
werden durch Videofilmvorführungen und Computerinfosysteme aufgeweret. Im direkten
Anschluß an einen Besuch in den Infozentren können reizvolle Wanderungen in die
verschiedenen Gebiete durchgeführt werden.Durch die Mitarbeiter des Nationalparkes werden Projekte über längere Zeiträume angeboten
(z.B. Projektwochen in Schulen oder Ferienaktionen für Urlauber und Einheimische)